Rassebeschreibung Papillon

Rassebeschreibung Papillon

Aussehen und Fellpflege

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Elvis im Botanischen Garten Linz

Trotz seines langen Haarkleides ist der kleine Papillon im Grunde ein pflegeleichter Hund. Wöchentliches Durchkämmen mit einer Bürste oder einem Kamm reicht völlig aus. Baden: so selten wie möglich, nur bei starker Verschmutzung. Das leicht gewellte Haarkleid des hübschen Schmetterlingshundes ist reichlich und glänzend. Es ist sehr angenehm, das seidenweiche Fell (ohne Unterwolle!) eines Papillon zu streicheln – schon probiert?
Am Gesicht, dem Fang, an den Vorderseiten der Läufe und auch unterhalb der Sprunggelenke ist das Fell kurz, sonst mittelang bis lang. An den Hinterbeinen bildet sich eine sogenannte „Hose“, an der Brust eine fließende Krause.

 

 

Wesen

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Lauter Kleine Sonnenscheine!

Trotz seiner Feinheit ist der Papillon ein sehr wachsamer, mutiger und unternehmungslustiger Hund. Er ist intelligent und gehorsam, lustig und verspielt. Allerdings steckt in diesem Winzling auch eine tüchtige Portion Eigensinn.

Wer einen Papillon als Lebensgefährten wählt, der fängt sieben Fliegen auf einen Streich. Der kleine Hund ist ein ausdauernder Läufer, intelligent, gelehrig, bildhübsch, gesund und hat bei vernünftiger Haltung eine hohe Lebenserwartung. Harmoniebedürftigkeit und Anhänglichkeit sind ebenso typische Merkmale des Papillons wie Anpassungsfähigkeit und Wachsamkeit.

Der Zwergspaniel ist gut erziehbar und grundsätzlich passt sich das Schmetterlingshündchen jeder Situation ohne Schwierigkeiten an. Er geht, wenn er zeitgerecht daran gewöhnt wird, gern auf Reisen und ist in einer kleinen Einzimmerwohnung ebenso glücklich wie in einem großen Haus mit Garten, sofern er von seinen Menschen genügend Auslauf, Zuwendung und Geborgenheit erfährt.

Ein Papillon versteht sich auch mit anderen Haustieren prächtig und wenn man ihm einmal klargemacht hat, was er darf und was nicht, so wird sich das intelligente Kerlchen dies in der Regel auch merken.

Bei artgerechter Haltung hat der Papillon eine recht hohe Lebenserwartung. Mit Leichtigkeit kann er über 12 Jahre werden, viele erreichen auch ein Alter von 15 bis 16 Jahren. Ein Papillon ist kein Schoßhund! Er ist zwar klein, aber doch ein ganzer Kerl. Er ist nicht nur ein sensibler Familienhund, der die ganze Familie innig liebt, sondern durchaus auch ein robuster, selbstbewusster Begleiter.

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Aaron beim Agility

Es gibt nicht selten Zwergspaniels, die erfolgreich eine Gebrauchshundeprüfung ablegen, sich mit Bravour beim Agility behaupten oder als Therapiehund verwendet werden. Auch als Schutzhund wurde der Zweigspaniel schon eingesetzt, da er durch seine Größe auch hier sehr wendig und sportlich arbeiten kann.

Aber dem liebebedürftigen und anschmiegsamen Papillon müssen in der Erziehung auch ganz konsequent Grenzen gesetzt werden, wenn er seinen Leuten nicht auf der Nase herumtanzen soll.
Ein ganz typisches Wesensmerkmal des Zwergspaniels ist auch sein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Ob Seelentröster oder Wärmeflasche mit hohem Kuschelfaktor – er ist fröhlich, wenn seine Besitzer fröhlich sind und traurig, wenn sie traurig sind. Selbst mit Kindern verstehen sich Papillons hervorragend und sind bei jedem Spiel dabei, solange die Kinder sich richtig verhalten und den kleinen Sonnenschein nicht als Plüschtier betrachten. Krach und Streit sind dem kleinen Spaniel aber ein Gräuel, denn nichts braucht er mehr als eine harmonische und liebevolle Umgebung. Er bevorzugt eine ruhige, ausgeglichene Stimmung und kommt auch gerne zum Trösten, wenn er merkt, dass man unglücklich oder traurig ist – und das tut einfach nur gut!

Izis

Izis

Geschichte

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Dieser kleine grazile Hund mit dem französischen Namen stammt aus Spanien und wurde dann in Frankreich und Belgien als eine alte Rasse anerkannt und in einem Stammbuch verzeichnet. Sein vollständiger Name ist: EPAGNEUL NAIN CONTINENTAL / KONTINENTALER ZWERGSPANIEL.

 

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Marie Antoinette

Geschichtlich gesehen gibt es Papillons schon lange. Sie eroberten seinerzeit schon das Herz von Kaiserin Maria Theresia und ihrer Tochter Marie Antoinette, kein Wunder, denn der Papillon ist schlicht und einfach unwiderstehlich (ein Kleiner Sonnenschein eben)!

Auch auf Gemälden von Giotto, Tizian, Rubens oder Goya tauchten immer wieder Zwergspaniels auf.

 

 

 

Rassestandard Papillon

Auf weißem Grund sind beim Papillon laut Standard alle Farben zugelassen, egal ob zweifarbig oder dreifarbig. Allerdings soll das Weiß im Verhältnis zur Farbe vorherrschen. Eine Blesse am Kopf wird gerne gesehen, ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Es sind außer Weiß die Farben Schwarz, Braun, oder Rotbraun/Zobel möglich. 

Vom Gewicht sollte der Papillon zwischen 2,5 und 4,5 kg, (Hündinnen 5 kg) haben, er misst Schulterhöhe zwischen 20 und 28 cm.

Hier der FCI-Standard als PDF

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